Erbrechen beim Autofahren

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beate

Erbrechen beim Autofahren

Ungelesener Beitragvon beate » 30 Dez 2009 19:09

Unser Niko verträgt das Autofahren nicht. Auch bei kurzen Strecken erbricht er jedes Mal.
Autofahren bedeutet für ihn aber keinen Streß, er springt ohne Probleme ins Auto, legt sich gleich hin und bleibt die Fahrt über ruhig liegen. Wer weiß Rat?
LG Beate

Carmen
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Re: Erbrechen beim Autofahren

Ungelesener Beitragvon Carmen » 31 Dez 2009 10:37

Hallo Beate,

Rat? Den hätte ich selbst gern für Leslie, die Unmengen speichelt beim Autofahren.

Aber ich kann Dir von meinen positiven Erfahrungen mit Vesta und dem Hund von Bekannten berichten:

Das Spucken wurde einfach ignoriert und der Wauzi auf allerkürzeste Fahrten mit für ihn attraktivem Ziel mitgenommen. Mehrmals täglich. Bei beiden war der Spuk nach 2 Wochen vorbei und es wurden leidenschaftliche, trotzdem entspannte Automitfahrer. Eine Freundin hatte dieses Problem auch, hat es ignoriert und ist wie oben beschieben verfahren. Da hat es etwas länger gedauert und die Hündin fährt problemlos jede Strecke, ziert sich aber etwas beim einsteigen.

Wenn Niko problemlos einsteigt und keine Angst vor dem Auto hat, wird sich die Spuckerei sicher bald legen. Die klassischen Empfehlungen bei diesem Problem sind dann noch Platzwechsel, Sicht- und Bewegungseinschränkung, oder Füttern im Auto. Besonders letzteres finde ich immer ganz klasse...........

Leslie z.B. macht, wenn sie kann, grosse Bögen um Autos und steigt nur mit Hilfe sanfter Autorität ein, ist aber sehr unglücklich und speichelt schon bevor sie im Auto ist. Natürlich nimmt sie in dieser Situation kein Futter...... Und selbst wenn - es käme doch sofort wieder raus. Wenn man/frau es organisieren kann, über unbestimmte, möglicherweise lange, lange Zeit den Hund nicht mit dem Auto
mitzunehmen, mag die Häppchengabe zur positiven Verknüpfung klappen, wenn der Hund erst neben dem Auto, dann im Auto usw.
gefüttert wird. Gibt mein Alltag leider nicht her.

Viel Erfolg bei Nicos Desensibilisierung und berichte bitte über die Entwicklung,

liebe Grüße, Carmen mit Vesta und Leslie

ach ja, habe noch 3 verschiedene Mittel gegen Reiseübelkeit erfolglos ausprobiert und eine TCM-Behandlung hat ebenfalls nichts gebracht. Allerdings - Leslie speichtelt "nur". Übergeben muss sie sich nur ganz selten auf längeren Fahrten. Wenn sie die mit leerem Magen angeht bleibts beim speicheln.

Bild
So sieht das dann aus, wenn sie grad aus dem Auto kommt........... Armer Schatzi
Liebe Grüße, Carmen mit Vesta und Leslie
____________________________________
Was hier nicht ist, ist nirgendwo. (Olles Hansengedicht)

beate

Re: Erbrechen beim Autofahren

Ungelesener Beitragvon beate » 31 Dez 2009 12:29

Niko erbricht den ganzen Mageninhalt. Und das schon nach nur 5 Minuten Fahrt. Er saß bisher in seiner Box, im Kofferraum, angegurtet auf dem Rücksitz, neben Timo, das ist ihm das Liebste, Beifahrersitz. Egal wo er sitzt, er muß sich übergeben.
Auch wir ignorieren das Verhalten und werden ihn trotzdem weiterhin mit ins Auto nehmen.
Für weitere Ratschläge wäre ich dankbar?

JuttaF

Re: Erbrechen beim Autofahren

Ungelesener Beitragvon JuttaF » 31 Dez 2009 18:36

Hallo Beate,

ich werde mich mal ein bischen schlau lesen, hoffe ich kann Dir und Nico dann einen Tip geben. :?

beate

Re: Erbrechen beim Autofahren

Ungelesener Beitragvon beate » 23 Jan 2010 6:29

Ein Auszug von einem Tierärzte Team zur Info: das Thema betrifft sicher andere Hunde auch. Die Antwort hilft mir nicht wirklich. Müsste dem Niko also bei jeder Autofahrt Medikamente verabreichen. Die meisten Fahrten mit ihm sind nämlich nicht geplant. Also hat er schon morgens sein Futter gehabt!

Erbrechen beim Autofahren

Antwort von unserem Tierärzte-Team:

Sehr geehrte Frau S., Erbrechen beim Autofahren ist bei Hunden ein weit verbreitetes Problem, hervorgerufen durch die unterschiedlichen Sinneseindrücke, die während des Fahrens auf das Gehirn einwirken. So "melden" die Augen, daß das Wageninnere stillsteht, während das Gleichgewichtsorgan im Innenohr Bewegung signalisiert. Man nimmt heute an, daß der vom Gehirn in diesem Fall ausgelöste Brechreiz eine Schutzfunktion darstellt, die vor Vergiftungen schützen soll, da auch Vergiftungen zu solch nicht zueinander passenden Sinneseindrücken führen können. Meist kann man seinen Hund an das Autofahren gewöhnen und die Übelkeit bzw. das Erbrechen lassen im Laufe des Lebens nach. Man kann den Grad der Übelkeit reduzieren, indem man vor Autofahrten kein Futter verabreicht. In stark ausgeprägten Fällen kann es jedoch notwendig sein, speziell vor längeren Autofahrten medikamentell die Übelkeit und das damit verbundene Erbrechen zu unterdrücken. Bei der Auswahl solcher Medikamente hilft Ihnen Ihr Tierarzt sicher gerne. Mit freundlichen Grüßen C.Bank

Fuchsherz

Re: Erbrechen beim Autofahren

Ungelesener Beitragvon Fuchsherz » 23 Jan 2010 19:56

Hallo liebe Beate,

wir hatten einen Collie, der sich immer übergeben hat, bis wenn ich angefangen habe, mich mit Homöopathie zu beschäftigen, und auch den Hund einer Homöopatin, die nicht nur Menschen sondern auch Tiere behandelt, vorgestellt habe.

Ich kopiere einen Teil aus dem Buch von Dr. Hans Günter Wolff, diese Mitteln waren für unseren Cochise die richtigen und er konnte dann entspannt mitfahren. Bei uns waren auch wie bei Dir nicht immer die Fahrten vorher planbar.

" ....Im anderen Falle legt sich der Hund zu Boden, er speichelt oder erbricht...........dann ist Cocculus D 6 das geeignete Medikament ( evtl. mit Tabacum D 6 zusammen ).
Mit beiden Mitteln beginnt man 1/2 Stunde vor der Fahrt und gibt es während der Fahrt jede Stunde. Nach einigen Fahrten braucht man es nicht mehr zu wiederholen, weil sich die Anfälligkeit verloren hat.
Ebensogut kann man aber die Arznei als Kur 3-mal täglich schon 10 Tage vorher durchführen.

Verursacht nicht das Fahren selbst, - denn gleichmässige Fahrt auf der Autobahn gut toleriert wird - sondern das Anfahren und das Bremsen Übelkeit und Erbrechen, dann hilft eine einzige Gabe Strychninum phosphoricum D 200 für viele Monate oder für das ganze Leben.

Mit Petroleum D 200, wöchentlich eine Gabe, lässt sich das Problem - sollten die oben angeführten Mittel nicht passen - unter Umständen auch lösen. "

Ich bin einer lieben Frau, die leider zu früh verstorben ist, sehr dankbar, dass sie mir den Weg zur Homöopathie gezeigt hat.......wir können bei uns und bei unseren Tieren nur positives berichten.

Melde Dich gerne bei mir, wenn Du Fragen hast,

herzliche Grüße,
Costanza

beate

Re: Erbrechen beim Autofahren

Ungelesener Beitragvon beate » 26 Jan 2010 5:29

Hallo Costanza,
vielen Dank für Deinen Tip. Habe Cocculus D 6 und Tabacum D 6 mal bestellt und werde es dann gleich ausprobieren. Hoffentlich wirken die Globuli, denn ich glaube Niko hat keinen Spaß am Autofahren mehr.
LG Beate


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