Vermittlungsablauf und weitere Informationen

Diese Hunde suchen eine liebevolle Familie.
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conny_ko
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Vermittlungsablauf und weitere Informationen

Ungelesener Beitragvon conny_ko » 04 Dez 2008 22:29

Wir haben eine Reihe von oft gestellten Fragen zum Vermittlungsablauf bei Hunden exemplarisch beantwortet:

* Information und Kontaktaufnahme
* Vorkontrolle
* Transport
* Abgabe mit Schutzvertrag
* Nachkontrolle
* Gesundheit

Informationen über den Hund

Immer wieder werden wir nach näheren Informationen über die von uns vermittelten Hunde gefragt:

* "Ist er/sie katzenverträglich?",
* "Ist er/sie kinderlieb?",
* "Ist er/sie stubenrein?",
* "Bleibt er/sie alleine?"
* "Ist er/sie erzogen, gehorcht er/sie, geht er/sie an der Leine?"
* "Hat er/sie irgendwelche Krankheiten?"

Die Fragen sind verständlich und nachvollziehbar, schließlich möchte jeder soviel wie möglich über den potentiellen neuen vierbeinigen Mitbewohner erfahren - nur leider können wir die meisten Fragen einfach nicht beantworten.

Das, was wir über die Hunde in Erfahrung bringen konnten, steht in der Beschreibung. Mehr ist uns leider nicht bekannt, sonst würden wir es dazuschreiben.

Hunde aus dem Tierheim
Hunde, die im polnischen Tierheim sitzen, haben in den allermeisten Fällen keine uns bekannte Vorgeschichte - niemand macht sich dort die Mühe, etwas über die Hunde herauszufinden oder den Vorbesitzer - soweit dieser überhaupt bekannt ist - zu befragen. Wir sind also auf unsere eigenen Beobachtungen und die Angaben der Tierheimleitung angewiesen.

Und selbst die Angaben vom Tierheim sind nur grobe Schätzungen - bei einem ausgesetzten oder zugelaufenen Hund kennt niemand das genaue Alter. Es wird anhand der Zähne und des Allgemeinzustandes geschätzt. Das so eine Schätzung auch schon mal mehr oder weniger kräftig daneben gehen kann, sollte jedem Interessenten klar sein.

Hunde aus der Auffangstation
Besser ist die Situation, wenn der Hund sich in der Auffangstation bei Kamien Pomorski befindet. Dort lebt er in einem kleinen Rudel und wir sind in der Lage genauere Auskünfte über sein Sozialverhalten gegenüber anderen Hunden, Katzen, Gänsen und auch Kindern zu geben. Auch zu möglichen Krankheiten können wir uns über die Hunde in der Auffangstation genauer äußern. Beispiele für Hunde, über die wir mehr wissen, sind Baks und Pado.

Trotzdem, auch bei diesen Hunden gibt es keine Garantie für ein bestimmtes Verhalten. Nur weil sie sich in der momentanen Situation wie beschrieben verhalten, bedeutet das nicht automatisch, daß das gleiche Verhalten auch in einem anderen Umfeld erwartet werden darf. Hunde sind, ebenso wie Menschen, eigene Persönlichkeiten, die auf ihr Umfeld reagieren.

Sie sollten sich also im Klaren darüber sein, daß jeder Hund ein kleines "Überraschungspaket" ist - in den allermeisten Fällen aber ein Positives....
Zuletzt geändert von Gast am 27 Feb 2009 17:25, insgesamt 1-mal geändert.

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conny_ko
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Re: Vermittlungsablauf und weitere Informationen

Ungelesener Beitragvon conny_ko » 13 Mär 2011 9:49

Wichtige Gedankengedänke zum Thema "Retten um jeden Preis":

Von: Carine Rüegg [mailto:carine.ruegg@hispeed.ch]
Gesendet: Donnerstag, 10. März 2011 00:06
An: 'Hunkapi'
Betreff: Hunde aus dem Tierschutz!

Liebe Tierschützer!

Es gibt unglaublich viele Happyends für viele Hunde aus allen möglichen misslichen Verhältnissen.

Aber es gibt ganz viele Hunde mit schlechtem Hintergrund, die von Tierliebhabern aus Mitleid aufgenommen werden!

Und viele dieser Hunde müssen wieder abgegeben werden; im Tierheim oder mit Glück auf einem neuen Pflegeplatz oder vermeintlichem Endplatz, weil die armen Leute mit dem Auslandhund, der leider oft falsch beschrieben, keinen Platz im Alltag der Neuhalter finden kann.

Das ist kein Vorwurf an die Neuhalter.

Den tierliebenden Tierschützern möchte ich mal sagen, dass es nichts bringt einen Hund, der Jahre an der Kette lag, schnell mal zu retten. Klasse man hat ja schon einen Endplatz in Deutschland, Oesterreich oder in der Schweiz für ihn.

Ob Kettenhund, oder ein geschlagener, misshandelter, missbrauchter Hund kann nur in Hände mit viel Erfahrung, noch besser erst mal über eine sehr erfahrene Pflegstelle oder mit Hundetrainer, erst dann kann man sagen, welche Defizite der Hund mitbringt und dann richtig vermitteln. Viele Hunde werden als ach so lieb und verträglich angepriesen. Mit welchen Kenntnissen? In den Tierauffanglagern, wo die Hunde unter schlechten Umständen vor sich hinvegetieren, kann man sich kaum ein wahres Bild über einen Hund machen. Hunde sind Rudeltiere und passen sich gerne den Umständen an. In den Hunde-KZ geht es oft um das Ueberleben und Hund passt sich an, damit er nicht unter die Räder kommt. Mensch ist meist nur Futtergeber, also ein Dienstleister, ein Mensch, der mal nicht schlägt und Futter bringt. So weit so nett, aber diese Hunde sind oft entsprechend ihrer Geschichte kaum oder lange nicht Bindungsfähig. Das ist harte Arbeit und das wird nicht immer so verkauft.

Viele dieser Hunde zeigen ihre Aengste und ihre Defizite erst wenn sie in einer Familie angekommen sind.

Viele aus Mitleid oder Hunde unerfahrene Leute können nicht wissen, was sie sich ausgesucht und ins Haus geholt haben und so werden diese Hunde zu Wanderpokalen oder landen in unseren eh schon überfüllten Tierheimen. Eine schöne Aussicht! Sie laufen dann sehr schnell unter schwer oder nicht vermittelbar.

Ist dies Tierschutz?

Ich glaube nicht!

Kann es sein, dass diese Form von Tierhilfe vielen Tieren in keiner Weise dienlich ist?

All den Tierschützern, die nicht so arbeiten ein grosses Dankeschön und all den andern, die sich so gerne auf die Fahne schreiben: „Ich rette Tiere, um jeden Preis!“, denen wünsche ich ein paar schlaflose Nächte!

Wahrscheinlich bekomme ich jetzt ganz böse Mails! Sei es drum.


Und in diesem Sinne

Carine

( Liebe Claudia, das darf durch den Verteiler! Und Dir liebe Grüsse!)
Liebe Grüße
Cornelia


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