Reisebericht April 2012

Hier lest Ihr die Reise- und Arbeitsberichte über unsere Projekte. Der Vorstand stellt pro Reise einen Reisebericht ein. Sonst hat niemand Schreibrechte. Diskussionen darüber könnnen unter "Reiseberichte Plauderthread" geführt werden.
JuttaF

Reisebericht April 2012

Ungelesener Beitragvon JuttaF » 06 Mai 2012 20:11

conny_ko hat geschrieben:
Margots 1. Reise in unser Tierheim in Polen

Diesmal schildere ich euch unsere Fahrt ins Tierheim, das ich zum ersten Mal besucht habe. Für die, die schon dort waren, ist vieles nicht neu.
Das Tierheim liegt abseits des Ortes, der Weg dorthin wird abends von Rehen und Wildschweinen bevölkert. Ein wunderschönes Waldgebiet umgibt es, ein Paradies für die seltenen Spaziergänge unserer Bewohner. Hatte ich doch „polnische Wirtschaft“ erwartet, so war ich völlig überrascht, gepflegte, saubere Räume zu sehen. Hier das Büro der TH-Leiterin:

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Auch die Zwinger waren prima, vor allem mit unseren gespendeten Hundehütten. Doch oh Jammer: 80 Hunde waren da. Es gab nicht genügend Platz, und so waren die Zwinger oft viel zu klein, weil zu viele Hunde dort hinein gestopft werden mussten. Ein mordsmäßiges Gebell, sofort wenn jemand kam, ließ die Tiere nicht zur Ruhe kommen. Das allein war schon zermürbend.

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Die 4 Pfleger – einer ist immer 12 Stunden tagsüber da und einer 12 Stunden nachts - und die Leiterin machten einen recht guten Eindruck, aber sie können all die Arbeit nur schlecht bewältigen. So sehen sie auch oft nicht, dass manche Hunde krank oder verletzt sind. Trotzdem versuchen sie, mit einigen Hunden spazieren zu gehen.

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Nun zu uns: die Autos waren vollgepackt mit Hundesachen und Futter. Jutta hatte wahnsinnig viele Leckerlis in ihrem Auto sowie Futter, ebenso in Cornelias Wagen Futter und Sachspenden. Auch für die Pfleger und Reinigungskräfte gab es Kleidung und Süßes.

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Es gab für uns viel zu tun: mit so vielen Hunden wie möglich spazieren zu gehen, sie zu untersuchen, mit ihnen zu schmusen, sie zu bürsten, zu fotografieren und Videos zu machen. So ging es den ganzen Tag. Bei einer ganz scheuen Hündin saß Jutta oft eine halbe Stunde im Zwinger. Einige waren gerade frisch kastriert und waren draußen angebunden. Mit ihnen musste ja auch geschmust werden. Zum Glück war das Wetter gut. Bild mit Marta, Jutta, Cornelia und dem frisch kastrierten Tristan:

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Jetzt kommt für mich das Schlimmste: das Trockenfutter! Es gab genug, aber es sah so eklig aus, dass manche Hunde es zuerst gar nicht anrührten. Ich glaube, sie fraßen es in der Nacht, wenn der Hunger zu groß wurde. Daneben gab es schreckliche Grütze, graues undefinierbares Zeug, und viele hatten davon und durch den Dauerstress Durchfall ohne Ende.
Die Tage waren sehr anstrengend, aber es tat gut, den Tieren eine Freude gemacht zu haben. Ich denke, für uns ist es jetzt ganz wichtig, für Kastrationen, gutes Futter und für die Tierarztkosten (Kastrationen) zu sorgen.
Es hat mir nicht leidgetan mit Cornelia, Jutta und Kathrin dort gewesen zu sein.

In Berlin machten wir dann zwei Nachkontrollen. Hier der glückliche Louis:

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Ein ganz tolles Happy-End auch für Madita:

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Anschliessend wurde Camelot in seine neue Familie gebracht:

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Vielen Dank für Deinen Bericht, Margot!

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