Eine Ausreisepatenschaft ist eine zweckgebundene Geldspende, die ausschließlich für die Kosten der Ausreise des ausgewählten Hundes verwendet wird.

Die von uns vermittelten Hunde müssen für die Ausreise aus Polen vorbereitet werden, dazu gehört die vorgeschriebene rechtzeitige Impfung, eine Entwurmung, das Implantieren eines Mikrochips, die Ausstellung eines EU-Heimtierpasses und die tierärztliche Transportgenehmigung. Zusammen mit anteiligen Benzinkosten, Geschirr und Leine entstehen pro Hund dabei ca. 100,- Euro Kosten, die wir als Tierschutzverein übernehmen.

Wer uns helfen möchte, kann eine Ausreisepatenschaft für einen bestimmten Hund oder eine bestimmte Katze übernehmen. Die Höhe der Patenschaft ist dabei freigestellt - wir freuen uns über jede Hilfe.

Die Überweisung senden Sie bitte an:

Kontoinhaber: Mensch und Tier Zuliebe
Konto-Nr: 0284028500
Bankleitzahl: 39080005
Bank: Commerz Bank
IBAN: DE70 39080005 0284028500
BIC: DRES DE FF

Als Verwendungszweck geben Sie bitte "Ausreisepatenschaft" und den Namen des Hundes an. Den Eingang des Patengeldes bestätigen wir auf der Webseite.

Immer wieder werden wir nach näheren Informationen über die von uns vermittelten Hunde gefragt:

  • "Ist er katzenverträglich?",
  • "Ist sie kinderlieb?",
  • "Ist er stubenrein?",
  • "Bleibt sie alleine?"
  • "Ist er erzogen, gehorcht er, geht er an der Leine?"
  • "Hat sie irgendwelche Krankheiten?"

Die Fragen sind verständlich und nachvollziehbar, schließlich möchte jeder soviel wie möglich über den potentiellen neuen vierbeinigen Mitbewohner erfahren - nur leider können wir die meisten Fragen einfach nicht beantworten.

Das, was wir über die Hunde in Erfahrung bringen konnten, steht in der Beschreibung. Mehr ist uns leider nicht bekannt, sonst würden wir es dazuschreiben.

Hunde aus dem Tierheim

Hunde, die im polnischen Tierheim sitzen, haben in den allermeisten Fällen keine bekannte Vorgeschichte - niemand macht sich dort die Mühe, etwas über die Hunde herauszufinden oder den Vorbesitzer - soweit dieser überhaupt bekannt ist -  zu befragen. Wir sind also auf unsere eigenen Beobachtungen und die Angaben vom Tierheim angewiesen.

Und selbst die Angaben der Tierheimleiterin sind nur grobe Schätzungen - bei einem ausgesetzten oder zugelaufenen Hund kennt niemand das genaue Alter. Es wird anhand der Zähne und des Allgemeinzustandes geschätzt. Das so eine Schätzung auch schon mal kräftig daneben gehen kann, sollte jedem Interessenten klar sein.

Trotzdem, auch bei diesen Hunden gibt es keine Garantie für ein bestimmtes Verhalten. Nur weil sie sich in der momentanen Situation wie beschrieben verhalten, bedeutet das nicht automatisch, daß das gleiche Verhalten auch in einem anderen Umfeld erwartet werden darf. Hunde sind, ebenso wie Menschen, eigene Persönlichkeiten, die auf ihr Umfeld reagieren.

Sie sollten sich also im Klaren darüber sein, daß jeder Hund ein kleines "Überraschungspaket" ist - in den allermeisten Fällen aber ein Positives.

Wenn Sie überlegen, einem Tier aus dem Ausland ein neues Zuhause zu geben, steht die Frage nach dem Gesundheitszustand sicherlich oben auf Ihrer Fragenliste.

Wenn uns gesundheitliche Probleme des Tieres bekannt sind, geben wir diese immer bei den Vermittlungsinformationen mit an.

Körperliche und seelische Probleme

Über einen Punkt sollten Sie sich bei Ihrer Entscheidung für ein Tier aus Polen im Klaren sein: das Tier kann körperliche und/oder seelische Probleme haben, die möglicherweise nur mittel- oder langfristig (oder unter Umständen auch gar nicht) gelöst werden können.

Viele Tiere wurden schlecht oder sehr schlecht behandelt, mitunter sogar gequält. Es kann also eine Weile dauern, bis das Vertrauen in den Menschen wiederhergestellt ist. In den meisten Fällen merken es die Tiere aber sehr schnell, wenn das neue Zuhause ihnen Liebe und Vertrauen entgegenbringt und fassen Vertrauen zu Ihren neuen Besitzern.

Sie sollten aber gerade in der Anfangszeit viel Zeit und Geduld aufbringen und sich auch bei Bedarf fachmännischen Rat holen.

Eine Einführung für den Umgang mit ängstlichen Hunden finden Sie unter "Umgang mit ängstlichen Hunden".

Tierärztliche Behandlungen

Alle Tiere aus Polen sind tierärztlich untersucht, geimpft, mit einem Mikrochip versehen und entwurmt; die Hunde sind größtenteils kastriert (außer, wenn sie zu jung, zu krank oder erst sehr kurzfristig in unserer Obhut sind).

Mittelmeer Krankheiten

Die allgemein als "Mittelmeer Krankheiten" bezeichneten Erkrankungen "Leishmaniose", "Ehrlichiose", "Babesiose" und "Dirofilariose" sind in Polen (noch) nicht bekannt bzw. verbreitet.

 

Unser Tiervermittlungskonzept von Mensch-und-Tier-Zuliebe setzt unter anderem auch auf die Zusammenarbeit mit Pflegestellen. Erfreulicherweise steigt die Zahl der Menschen stetig, die einen Hund bis zu seiner Vermittlung in Pflege nehmen möchten.

Kriterien für eine Pflegestelle

Über die Kriterien, die eine mögliche Pflegestelle erfüllen soll, haben wir sehr lange nachgedacht. Grundsätzlich sollte ein Pflegeplatz den gleichen Anforderungen entsprechen, die wir auch an einen Endplatz stellen. Wir haben uns dabei jedoch bewußt gegen eine Liste von Kriterien entschieden, die wir bei den Pflegestellenbewerbern voraussetzen. Unserer Erfahrung nach gehen solche Listen an den Bedürfnissen von Mensch und Tier vorbei und zeigen in der Praxis, daß sie keine Gewähr für die tatsächliche Eignung einer Pflegestelle geben können.

Für uns ist es vor allem wichtig, daß ein Pflegetier vollständig in das Familienleben integriert wird, jedoch auch immer die Möglichkeit hat, sich zurückzuziehen, da gerade das Ruhebedürfnis vieler unserer Hunde sehr groß sein kann. Ein Pflegehund sollte darüber hinaus nicht allzu lang allein zu Hause bleiben müssen. In der Anfangszeit sollte sogar ganztags jemand anwesend sein, da viele Hunde nicht stubenrein sind, unter Trennungsängsten leiden könnten und in ihrer Angst vor Alleinsein manchmal auch Gegenstände zerstören.

Die Pflegestellen sollten sich im Klaren darüber sein, daß ein Hund in ihren Haushalt einziehen wird, der ein Leben in Haus und Familie vermutlich noch nicht kennt. Es können besonders am Anfang immer wieder Situationen entstehen, die viel Nerven, Zeit, Verständnis und Geduld abverlangen. Nervöse, gestreßte Menschen oder Personen mit einem sehr hohen Hygiene- und Ordnungsbedürfnis werden mit einem Pflegehund aus einem polnischen Tierheim wahrscheinlich Probleme bekommen. Da wir in Deutschland kein eigenes Tierheim besitzen, das die Hunde wieder aufnimmt, die von Pflegestellen an uns zurückgegeben werden, ist es für uns besonders wichtig, nur mit solchen Pflegestellen zusammenzuarbeiten, die dieser Aufgabe auch tatsächlich gewachsen sind. Nur wenn alle Personen, die in dem betreffenden Haushalt leben, voll und ganz hinter dieser Aufgabe stehen und bereit sind, mit ihrem Pflegehund auch schwierige Zeiten durchzustehen, kommen sie für uns als Pflegestelle in Frage. Wer in diesem Punkt unsicher ist, sollte sein Angebot noch einmal überdenken und eventuell davon Abstand nehmen.

Hundeerfahrung erwünscht - aber nicht zwingend notwendig

Es ist natürlich von Vorteil, wenn eine Pflegestelle bereits über Hundeerfahrung verfügt. Wichtiger sind jedoch vor allem eine realistische Einschätzung der zukünftigen Aufgabe, die Bereitschaft, sich über die Bedürfnisse dieser Tiere und den richtigen Umgang mit ihnen zu informieren, und die Offenheit, Ratschläge und Hinweise von erfahrenen Personen zu suchen, anzunehmen und auch umzusetzen.

Vor der Übernahme eines Pflegehundes muß mit dem Verein ein Pflegevertrag geschlossen werden. Dies wird durch ein Vorstandsmitglied oder seine Vertretung veranlaßt, die den Vertrag im Namen von "Mensch und Tier Zuliebe e.V." gegenzeichnet und auf dem Postweg an den Verein (Geschäftsstelle) schickt.

Die Pflegestelle verpflichtet sich, das Tier ggf. zur Hundesteuer anzumelden - bitte mit der Kommune klären, ab wann das erforderlich ist. Die Kosten hierfür werden vom Verein "Mensch und Tier Zuliebe e.V." gegen Vorlage der Quittung erstattet. Tierarztbesuche sollen grundsätzlich in Absprache mit einem Mitglied des Vereins "Mensch und Tier Zuliebe e.V." erfolgen, es sei denn, es handelt sich um einen akuten Notfall. Futterkosten werden auf Wunsch vom Verein übernommen (bitte Quittungen aufbewahren).

Mithilfe bei der Vermittlung

Bei der Suche nach einem Endplatz für den Hund sind wir auf die Mithilfe der Pflegestellen angewiesen. Es sind Aushänge, Zeitungsanzeigen, Internetaufrufe, etc. möglich. Eine eventuelle Kostenübernahme von Anzeigen jeder Art durch den Verein sollte natürlich im Vorfeld mit dem Vereinsvorstand abgesprochen werden. Vor der endgültigen Vermittlung eines Hundes muß grundsätzlich eine Vorkontrolle der in Frage kommenden Endstelle stattfinden. Diese Vorkontrolle sollte normalerweise von der Pflegestelle und einem Vereinsmitglied oder einem beauftragten Vertreter des Vereins durchgeführt werden.

Im Anschluß daran wird der ausgefüllte Vorkontrollbogen an den Verein geschickt. Dieser entscheidet dann über die Vermittlung. Natürlich werden wir uns dabei in der Regel nach der Empfehlung der Pflegestelle richten, wenn es um die Vermittlungsentscheidung geht. Wenn Abweichungen von diesem Vermittlungsablauf notwendig werden - z.B. wenn der Hund zur Vorkontrolle mitgenommen und bei positivem Verlauf gleich dort gelassen werden soll - muß dies zuvor mit dem Vorstand abgesprochen werden.

Sind Sie sich ganz sicher und haben Sie sich das genau überlegt?

Die Entscheidung für ein Tier darf nie aus dem Bauch heraus gefällt werden. Sie übernehmen die Verantwortung für das Wohlergehen eines Lebewesens, das von Ihnen voll und ganz abhängig ist. Sind Sie sich bewußt, was das bedeutet? Sind Sie sich bewußt, daß sie zum Lebensmittelpunkt Ihres Tiers werden und daß Sie ihm viel Zeit und Zuwendung schulden?

Weiterlesen: Kontaktaufnahme / Informationen

Die Vorkontrolle dient dazu, im Vorfeld einer Vermittlung zu klären, ob das zukünftige Heim und die Umgebung zum Tier paßt und seinen Anforderungen gerecht wird.

Außerdem ergibt sich so auch die Möglichkeit noch offene Fragen im persönlichen Gespräch zu klären.

Vor einer Vorkontrolle

Sie haben ein Tier gefunden, dem Sie gerne ein neues Zuhause bieten möchten? Dann nehmen Sie telefonisch oder per eMail Kontakt mit uns auf - der/die richtige AnsprechpartnerIn ist beim Tier jeweils bei den Kontaktdaten vermerkt. Sie sollten bei der ersten Kontaktaufnahme auch etwas über sich, Ihre Lebensumstände und das zukünftige Zuhause unseres Schützlings mitteilen.

Im nächsten Schritt vereinbaren wir einen Termin für die Vorkontrolle.

Weiterlesen: Vorkontrolle

Nach einer positiven Vorkontrolle wird unser Schützling an Sie übergeben. Dabei wird ein Schutzvertrag abgeschlossen und eine Schutzgebühr entrichtet. Die Schutzgebühr (siehe FAQ: Kosten / Schutzgebühr ) deckt einen Teil der entstehenden Kosten bei der Versorgung der Tiere. Der Schutzvertrag dient zum Schutz des Tieres und regelt die wesentlichen Punkte zur artgerechten Tierhaltung.

Inhalt des Schutzvertrages

In dem Vertrag finden sich neben den Angaben zum Tier auch eine Beschreibung der Haltungsbedingungen. Mit Ihrer Unterschrift verpflichten Sie sich das Tier artgerecht zu halten, es gut zu pflegen, Krankheiten tierärztlich behandeln zu lassen und das Tier weder zu verkaufen noch zu verschenken oder gar zu töten.

Hunde dürfen nicht im Zwinger oder an der Kette gehalten werden und es darf nicht gezüchtet werden. Sie erklären sich ferner damit einverstanden, vom Tierschutz hinsichtlich der Tierhaltung kontrolliert zu werden.

Weiterlesen: Abgabe mit Schutzvertrag

Unsere Schützlinge kommen größtenteils aus der Nähe der Halbinsel Wolin in Polen (ca. 2,5 Autostunden von Berlin entfernt). Da wir bundesweit vermitteln, kommt der Frage des Transports eine große Bedeutung zu.

Sobald Sie sich für einen unserer Schützlinge entschieden haben (siehe FAQ: Kontaktaufnahme / Informationen) und die Vorkontrolle (siehe FAQ: Vorkontrolle ) positiv verlaufen ist, kümmern wir uns um den Transport des vemittelten Tieres.

Weiterlesen: Transport

Die Schutzgebühr dient zwei Zwecken:

Einerseits soll sie sicherstellen, daß niemand "billig" an Tiere herankommt, um diese dann weiterzuverkaufen. 

Andererseits deckt die Schutzgebühr einen Teil unserer Ausgaben für das Tier (Impfung, Mikrochip, EU Heimtier-Paß, Tierarztkosten, ggfls. Kastrationskosten, Transportkosten, etc.).

Höhe und Zahlungsweise der Schutzgebühr

 

Über die Höhe der Schutzgebühr kann nicht verhandelt werden, sie beträgt immer

- 280,- Euro bei erwachsenen kastrierten Hunden

- Senioren - Hunde ab 8 Jahre - nach Absprache

- 300,- Euro bei Welpen

und ist vor Übergabe des Tieres auf das Vereinskonto zu überweisen!                          

In Ausnahmefällen kann in bar bezahlt werden - eine Quittung wird selbstverständlich ausgestellt.


Weiterlesen: Kosten / Schutzgebühr

Wenn sich das Tier nach einiger Zeit bei Ihnen eingelebt hat, kommt noch einmal ein Mitglieder oder beauftragter Tierschutzhelfer zur Nachbetreuung bei Ihnen Zuhause vorbei.

 

Auch bei diesem Besuch geht es uns nicht darum Sie persönlich zu "kontrollieren", sondern wir möchten uns persönlich davon überzeugen, daß sich Ihr Vierbeiner auch wirklich bei Ihnen wohlfühlt und es keine Probleme im Zusammenleben gibt.

Hilfe nach der Vermittlung

Bei Schwierigkeiten stehen wir Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite, selbstverständlich auch nach der Vermittlung. Ob es sich um Fragen der Ernährung, Gesundheit, Erziehung oder ein anderes Thema handelt - sprechen Sie mit uns, wir haben gerade mit "Auslandstieren" jahrelange, eigene Erfahrungen.

Im Forum von "Mensch und Tier zuliebe" e.V. finden Sie außerdem andere Gleichgesinnnte, die auch einem Hund oder einer Katze aus Polen (oder einem anderen Land) eine neue Heimat gegeben haben. Fragen Sie bei Schwierigkeiten oder wenn Sie sich unsicher sind, ruhig nach Hilfe oder Rat - uns alle verbindet der Wunsch, das es unseren Tieren gut geht!

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