Mit Martina, Susanne und ihrem Sohn Max fuhr ich am 11.10. in "Sachen Tierschutz " nach Kamien Pomorski. Merlin sollte vor dem drohenden Winter aus dem Heim gerettet werden.

Susanne und Max aus Kremmen waren ganz gespannt auf die Begegnung mit Alexandras Hunden, denn es galt einen Welpen aus dem Wurf von Saba auszusuchen. Da könnt ihr euch ja vorstellen, daß es trotz eigenen Vorstellungen nicht so einfach ist. Einer ist niedlicher und schöner als der andere. Eine Hündin soll es sein. Und schwups landete die Richtige auch schon auf Susannes Arm.

Es war eine Freude, dem Treiben der Hunde auf dem Hof zuzuschauen: Saba, die Welpen, der freche Arnold, Boris mit seiner Schleppleine, der alte Zorro, und, und....
Die übermütigen, frechen Welpen attackierten natürlich auch mit Rudelkraft den alten kleinen Max. Aber auch Mini Hunde wissen sich zu verteidigen und wenn es der Rückzug ist...

Sohn Max (Kind von Susanne!) fand natürlich das Trampolin im Garten toll und tobte mit den einheimischen Kindern, was das Zeug hielt.

Die Fahrt zum Tierheim wurde zum ausgiebigen Erfahrungsaustausch genutzt und die Frage, wie werden wir welche Hunde vorfinden, bedrückte alle.
Bei der Ankunft - das übliche laute Gebell, das einem das Blut in den Adern gefrieren läßt.

Merlin, der Glückliche konnte es gar nicht glauben, daß er plötzlich Wiese unter den Pfötchen hatte. Nach den ersten Bürstenstrichen war der kleine Kerl noch dünner und meine Tüte voller schwarzer Haare, die bei der Fahrt aus dem Fenster gelassen wurden.
Die "Runde" im Tierheim tut Martina, Alexandra und ihren Begleitern jedesmal sehr weh. Die Blicke und Gesten hinter den Gittern sind nur schwer zu ertragen. Aber jedesmal kann ein kleines Stück zum schier endlosen Puzzle beigetragen werden.
Uns allen lag Elias sehr am Herzen und nun sieht es ja für seine Zukunft schon sehr optimistisch aus.

Mit Merlin in der Transportbox - mit Protestgewinsel - ging es nochmal zu Alex.
Die Verabschiedung von den Kindern und Hunden zog sich natürlich noch hin und mit Äpfeln im Gepäck ging es nach Berlin.
Denkste, Zwischenstopp am Ortsausgang von Kamien: Merlin hatte die Abdeckung der Transportbox aus Netzgewebe zerfetzt und durfte nun auf dem Rücksitz, im Fußraum und auf dem Schoß weiterfahren. Das ging völlig problemlos und ruhig vonstatten.

In Bernau trennten sich unsere Wege: Martina, Susanne und Max - mit viel viel Vorfreude auf die kleine Hündin - fuhren nach Hause und Merlin durfte brav und genüßlich auf meinem Beifahrersitz schlafend, die letzte Wegstrecke nach Berlin antreten.

Das gemeinsame Kennenlernen unserer Hunde fand wie immer auf neutralem Gelände statt und so ging es dann gemeinsam nach Hause. Und den Rest von Merlin kennt ihr ja schon.

Ich denke nicht nur für mich war es ein gutes Gefühl, aktiv geholfen zu haben und ein weiteres kleines Licht für den Tierschutz angezündet zu haben.

Liebe Grüße Ulrike und die 12 Pfoten